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Datanorm

Einleitung des Kondensats in das Abwassersystemn

Das anfallende Kondensat in Brennwertgeräten ist leicht sauer bis sauer. Der pH-Wert des Kondensats bei Erdgas beträgt 3,5 bis 5,5. Bei Heizöl beträgt der pH-Wert wegen des Schwefelgehalts 1,5 - 3,5. Vergleichbar sind diese pH-Werte etwa mit Zitronensaft oder Haushaltsessig.

Die Kondensate bestehen bei gasbetriebenen Anlagen hautsächlich aus leicht saurem kohlenoxidhaltigem Wasser. Das Kondensat darf daher bei Anlagen unter 200 kW i.d.R. direkt in das Abwassersystem eingeleitet werden. Allerdings wird vorausgesetzt, dass "...die häuslichen Entwässerungssysteme aus Werkstoffen bestehen, die gegenüber saurem Kondensatwasser beständig sind." Zu diesen Werkstoffen gehören:

  • Steinzeugrohre
  • PVC-Hart-Rohre
  • PVC-Rohre
  • PE-HD-Rohre
  • PP-Rohre
  • ABS/ASA-Rohre
  • Gussrohre mit Innenemaillierung oder Innenbeschichtung
  • Stahlrohre mit innerer Kunststoffbeschichtung
  • Nichtrostende Stahlrohre
  • Borsilikatglasrohre
Weiterhin sind natürlich die besonderen Vorschriften für Gebäudeabflussleitungen zu beachten und sicherzustellen, dass die Abflussleitungen vorschriftsmäßig belüftet werden, damit der erforderliche Geruchsverschluss nicht leergesaugt wird.
Gasgefeuerte Anlagen über 200 kW unterliegen der Neutralisationspflicht.

Bei ölbetriebenen Brennwertanlagen hingegen fallen zusätzlich Schwefel- und Stickoxide an. Das hat zur Folge, dass das Kondensat deutlich aggressiver (saurer) wird und dadurch immer neutralisiert werden muss.